© Karin Becker
PhilMint
Die wichtigen Fragen des Lebens kann man nicht früh genug stellen.

Hin­ter­grund: Phi­lo­so­phi­sche Grund­fra­gen sind für das eige­ne Leben rele­vant – auch und gera­de für Jugend­li­che. Ein­sich­ten und Gedan­ken­gän­ge, die es zu die­sen Fra­gen bereits gibt, sind nicht etwa tro­cken und abge­ho­ben, son­dern kön­nen ver­ständ­li­ch und inspi­rie­rend sein und einen Bezug zur Lebens­welt der jun­gen Men­schen haben.

Das Beson­de­re: Schü­le­rin­nen und Schü­ler bekom­men auf spie­le­ri­sche Art Gele­gen­heit, Phi­lo­so­phie als etwas Nach­voll­zieh­ba­res, Rele­van­tes und Nütz­li­ches zu erfah­ren. Auf Initia­ti­ve und mit För­de­rung der Baye­ri­schen Spar­kas­sen­stif­tung ent­wi­ckel­te der turm­der­sin­ne ein inhalt­li­ches Rah­men­kon­zept, bestehend aus sechs ver­blüf­fen­den Wahr­neh­mungsphä­no­me­nen, die als Hands-on-Expo­na­te ange­fer­tigt wur­den und als Moti­va­ti­on und Hin­füh­rung zu phi­lo­so­phi­schen Grund­fra­gen die­nen. Im Anschluss dar­an wur­den 14 Grund­fra­gen der Phi­lo­so­phie for­mu­liert und in einem knap­pen, leicht ver­ständ­li­chen Erläu­te­rungs­text umris­sen. Fra­gen wie die­se wur­den gestellt: Kön­nen wir die Welt erken­nen? Woher kommt unser Ver­stand? Was ist Wahr­heit? Wirkt Gott in der Welt? Oder: Wie wird Moral begrün­det?
Wo sto­ßen die jun­gen Men­schen in ihrem All­tags­le­ben auf die­se Fra­gen, wie gehen sie – vor dem Hin­ter­grund ihrer Per­sön­lich­keit und ihres Cha­rak­ters – mit die­sen Situa­tio­nen um, und wodurch gewin­nen die­se Fra­gen eine Rele­vanz für ihr eige­nes Leben?

Und so funk­tio­niert es: Die Jugend­li­chen sol­len Spaß haben – denn nur so lässt sich ihnen die Bedeu­tung der Phi­lo­so­phie ver­mit­teln. Außer­dem ist es wich­tig, eine Ver­bin­dung zu ihrer Lebens­welt her­zu­stel­len. Dar­um ent­war­fen die Pro­jekt­ma­cher eine „vir­tu­el­le“ Cli­que, bestehend aus fünf Freun­den (zwei Jungs, zwei Mäd­chen und ein Hund), deren Cha­rak­te­re klar umris­sen sind und die Mög­lich­kei­ten zur Iden­ti­fi­ka­ti­on geben. Die­se fünf sto­ßen als Freun­de gemein­sam auf Pro­ble­me, die in die vor­ge­stell­ten phi­lo­so­phi­schen Grund­fra­gen mün­den. Die phi­lo­so­phi­schen Text­ta­feln sowie die Cha­rak­ter­be­schrei­bun­gen der „Phi­lo-Cli­que“ wur­den mit Unter­stüt­zung des Lei­ters der Vir­tu­el­len Schu­le, Rudolf Schmitt, in einem Inter­net­por­tal www.sinneszauber.org zusam­men­ge­stellt und sind online ver­füg­bar.

Fazit: Die mobi­len Aus­stel­lungs­ta­feln „Sin­nes­zau­ber“ und das beglei­ten­de Inter­net­por­tal www.sinneszauber.org leis­ten einen wich­ti­gen Bei­trag für die Ver­mitt­lung grund­le­gen­der phi­lo­so­phi­scher Inhal­te an Schü­ler und Schü­le­rin­nen ab der 8. Jahr­gangs­stu­fe.

In einem Wett­be­werb waren Leh­re­rin­nen und Leh­rer auf­ge­for­dert, Unter­richts­kon­zep­te zu erar­bei­ten und ein­zu­rei­chen, wie die Jugend­li­chen mit den zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mate­ria­li­en arbei­ten kön­nen. In einer zwei­ten Wett­be­werb­s­ebe­ne konn­ten die Teil­neh­mer sel­ber Epi­so­den ent­wer­fen und ein­rei­chen. Sie zei­gen, wie die „Phi­lo-Cli­que“ ganz kon­kret im indi­vi­du­el­len All­tag der Jugend­li­chen auf die ange­ris­se­nen phi­lo­so­phi­schen Grund­fra­gen trifft und damit umgeht.

Projektdaten
Partner: gemeinnützige turmdersinne GmbH