Vermittlung im Museum Stadtmuseum Abensberg
Ein Förderpreis, der die Umsetzung innovativer Vermittlungskonzepte ermöglicht.

Hin­ter­grund: Die Ver­mitt­lung von kul­tu­rel­len Inhal­ten ist ein zen­tra­les Anlie­gen zeit­ge­mä­ßer und ziel­grup­pen­ori­en­tier­ter Muse­ums­ar­beit. Des­halb lob­te die Baye­ri­sche Spar­kas­sen­stif­tung gemein­sam mit der Lan­des­stel­le für die nicht-staat­li­chen Muse­en in Bay­ern im Jahr 2015 erst­mals den För­der­preis „Ver­mitt­lung im Muse­um“ aus. Die Reso­nanz war mit rund 40 ein­ge­reich­ten Ide­en auf Anhieb groß. Das Enga­ge­ment der baye­ri­schen Samm­lun­gen und Aus­stel­lungs­häu­ser, neue Wege der Ver­mitt­lung zu gehen, ist hoch und durch den För­der­preis erhiel­ten drei der Bewer­ber die Chan­ce ihre krea­ti­ven Vor­schlä­ge in die Tat umzu­set­zen. 

Stadtmuseum Abensberg

Der Preis­trä­ger:  Das Stadt­mu­se­um Abens­berg im Her­zog­kas­ten wur­de von der Jury mit dem Haupt­preis geehrt. Dort, in die­sem geschichts­träch­ti­gen Gebäu­de, soll die Ent­wick­lung von Städ­ten und Stadtge­sellschaften vom hohen Mit­tel­al­ter bis in die Gegen­wart ver­mit­telt wer­den. Das Sie­ger­pro­jekt „Stadt­bau­kas­ten 2.0″ setzt dabei stark auf vir­tu­el­le Kom­po­nen­ten.

Das Pro­jekt: Ziel des Stadt­bau­kas­tens ist es, die mit­tel­al­ter­li­che Stadt­ent­wick­lung für Schülerin­nen und Schü­ler ver­schie­de­ner Jahr­gangs­stu­fen begreif- und erfahr­bar zu machen. Städ­te und Märk­te sol­len dabei nicht als zufäl­lig „gewach­sen“ ver­standen wer­den, son­dern viel­mehr als das Pro­dukt eines Pro­zes­ses, der durch be­wusste Ent­schei­dun­gen auf Basis von logi­schen Über­le­gun­gen gelei­tet wur­de.

Baukasten1        Baukasten3

Der Abens­ber­ger Stadt­bau­kas­ten ist ein spiel­lei­ter­ge­führ­tes, hand­lungs­ori­en­tier­tes, drei­di­men­sio­na­les und medial gestütz­tes Plan­spiel. Erst müs­sen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf Basis der vor­han­de­nen Infor­ma­tio­nen, z.B. in Form von eige­nen Beob­ach­tun­gen, Quel­len­ma­te­ri­al, Video­tu­to­ri­als und digi­ta­len Ereignis­karten, Lösungs­an­sät­ze für die im Lau­fe des Plan­spiels gestell­ten Auf­ga­ben ent­wi­ckeln. Dann müs­sen die so erar­bei­te­ten Lösun­gen mit dem zur Ver­fü­gung gestell­ten, limitier­ten Mate­ri­al umge­setzt wer­den. Im lau­fen­den Spiel erken­nen die Schü­ler, ob ihre Lösun­gen trag­fä­hig sind oder über­dacht wer­den soll­ten.

Fazit: Im Rah­men des Plan­spie­les wer­den alle Bestand­tei­le einer spät­mit­tel­al­ter­li­chen Stadt in eine sinn­vol­le Bezie­hung zuein­an­der gesetzt. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler erken­nen und erle­ben, wie mit­tel­al­ter­li­che Städ­te anhand von logi­schen Entschei­dungen ent­wi­ckelt wur­den. Mit dem Stadt­bau­kas­ten wird Wis­sen spie­le­ri­sch und visu­ell ver­mit­telt!

Projektdaten
Partner: Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, Stadtmuseum Abensberg