Freude, Spaß und Genuss – das Museum als anregende, multiple Identitätsagentur.
Dr. Astrid Pellengahr, Leiterin der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern

Muse­en sind seit jeher iden­ti­täts­stif­ten­de Insti­tu­tio­nen, in denen Men­schen in der Regel frei­wil­lig ihre Frei­zeit ver­brin­gen. Als kul­tu­rel­le Wis­sens­spei­cher bie­ten ihre Samm­lun­gen die Mög­lich­keit, in Aus­stel­lun­gen wich­ti­ge The­men auf­zu­grei­fen und durch den Ein­satz unter­schied­li­cher Ver­mitt­lungs­an­sät­ze Besu­che­rin­nen und Besu­cher zum reflek­tie­ren­den Nach­den­ken über unse­re Geschich­te und damit auch über unse­re Gegen­wart anzu­re­gen. Muse­en sind nicht nur für den Erhalt unse­rer Kul­tur­gü­ter zustän­dig. Ver­stan­den als Kul­tur- und Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen, hal­ten sie unse­rer Gesell­schaft mit­un­ter einen Spie­gel vor und über­neh­men mit den ihnen zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­teln und Tech­ni­ken Ver­ant­wor­tung für den reflek­tier­ten und krea­ti­ven Umgang mit der Zukunft.
Egal ob im Bereich Kunst oder Kul­tur­ge­schich­te, in Archäo­lo­gie oder Natur­kun­de, in Tech­nik- oder Indus­trie­ge­schich­te, im Bereich regio­na­ler All­tags- oder loka­ler Zeit­ge­schich­te: Im Kern ste­hen Expo­na­te stets auch für kul­tu­rel­le Wert­hal­tun­gen, die tra­diert und modi­fi­ziert wer­den. Wie eine Gesell­schaft auf kul­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen – im Posi­ti­ven wie im Nega­ti­ven – reagiert, wel­che inno­va­ti­ven Kul­tur­tech­ni­ken sie ent­wi­ckelt und wel­che sie in pre­kä­ren Zei­ten reak­ti­viert, all das kann in Muse­en ent­deckt wer­den. Ein Wis­sens­pfund, mit dem wir in Bay­ern mit 1.350 Muse­en wuchern kön­nen.
Muse­um kann eine Krea­tiv­schmie­de für jeder­mann sein, wenn das Ange­bot für die Besu­cher gut gemacht ist und wenn es ihre Neu­gier­de und ihr Inter­es­se weckt. Damit dies bei inhalt­li­ch und tech­ni­sch auf­wän­di­ge­ren Ver­mitt­lungs­an­ge­bo­ten gelingt, brau­chen die Muse­en mit ihren begrenz­ten finan­zi­el­len und per­so­nel­len Res­sour­cen star­ke Part­ner. Zusam­men mit der Baye­ri­schen Spar­kas­sen­stif­tung gelingt es, das Muse­um in den digi­ta­len Raum hin­ein zu ver­län­gern und noch attrak­ti­ver zu machen. Für die­ses Enga­ge­ment sei an die­ser Stel­le ganz herz­li­ch im Namen der Muse­en in Bay­ern gedankt.