Telemedizin macht optimale medizinische Hilfe überall verfügbar.
Professor Dr. Michael Nerlich, Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Regensburg

Der demo­gra­phi­sche Wan­del, der medi­zi­ni­sch-tech­no­lo­gi­sche Fort­schritt und der Anspruch einer flä­chen­de­ckend guten ärzt­li­chen Ver­sor­gung stel­len Deutsch­land, ganz beson­ders aber einen Flä­chen­staat wie Bay­ern, mehr und mehr vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen. Mit zuneh­men­der Erhö­hung des durch­schnitt­li­chen Lebens­al­ters steigt der Behand­lungs­be­darf für chro­ni­sche Beschwer­den wie ischä­mi­sche Herz­krank­hei­ten (ver­ur­sacht durch Min­der­durch­blu­tung) und Dia­be­tes mel­li­tus Typ II („Alters­zu­cker“) in der Bevöl­ke­rung.
Tele­me­di­zin kann hier einen wesent­li­chen Bei­trag dazu leis­ten, die not­wen­di­gen Kon­troll­un­ter­su­chun­gen eng­ma­schig durch­zu­füh­ren und unnö­tig lan­ge Rei­se­we­ge zu ver­mei­den. Und beson­ders in Not­fäl­len wie einem Herz­in­farkt oder einen Schlag­an­fall ist jeder für schnel­le Hil­fe dank­bar. Denn in die­sen Akut­si­tua­tio­nen zählt jede Minu­te. Dabei soll­te es kei­ne Rol­le spie­len, ob man in einer Metro­po­le oder in einer länd­li­ch struk­tu­rier­ten Regi­on lebt. Hier ver­fügt die Tele­me­di­zin durch die Nut­zung moderns­ter Infor­ma­ti­ons-und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gi­en über ihren größ­ten Trumpf, indem sich mit ihr orts­un­ab­hän­gig für jeden Pati­en­ten in Sekun­den­schnel­le eine opti­ma­le, inte­grier­te Ver­sor­gungs­ket­te auf­bau­en lässt. Gleich­zei­tig kann Tele­me­di­zin eine ärzt­li­che Unter- und Fehl­ver­sor­gung zumin­dest par­ti­ell kom­pen­sie­ren und die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den ein­be­zo­ge­nen Ärz­ten ver­bes­sern.
Mit ihrem Enga­ge­ment beim Auf­bau tele­me­di­zi­ni­scher Lösun­gen schafft die Baye­ri­sche Spar­kas­sen­stif­tung einen wesent­li­chen Bau­stein für Bay­erns Zukunft. Denn die durch sie geför­der­ten Maß­nah­men, wie Oki­no­by („Online-Kin­der­not­arzt in Ost­bay­ern“), gewähr­leis­ten einen bes­se­ren Zugang zu ärzt­li­chen Leis­tun­gen, eine bes­se­re Qua­li­tät der ärzt­li­chen Ver­sor­gung und eine höhe­re Effi­zi­enz in der ärzt­li­chen Behand­lung. Damit sorgt die Stif­tung für ver­gleich­bar gute Lebens­be­din­gun­gen in allen Tei­len Bay­erns.