© Zweckverband Kloster Heidenheim
Kloster Heidenheim
Wie eine blickgesteuerte Vitrine Menschen begeistern und das Interesse für Klostergeschichte wecken kann.

Hin­ter­grund: Klos­ter Hei­den­heim ist ein Kul­tur­schatz ers­ten Ran­ges. Im 8. Jahr­hun­dert haben hier die angel­säch­si­schen Geschwis­ter und Hei­li­gen Wuni­bald und Wal­bur­ga die Wur­zeln der Chris­tia­ni­sie­rung in Fran­ken gelegt. Heu­te ist die ehe­ma­li­ge Klos­ter­kir­che ein Klein­od roma­ni­scher Archi­tek­tur und wird als evan­ge­li­sch-luthe­ri­sche Pfarr­kir­che genutzt. Ihre gro­ße his­to­ri­sche Bedeu­tung galt es dar­zu­stel­len.

Das Beson­de­re: Die Ver­ant­wort­li­chen haben neue musea­le Wege ent­wi­ckelt, um das Klos­ter Hei­den­heim wie­der in den Fokus zu rücken. Eine 2015 eröff­ne­te Vor­aus­stel­lung – die gesam­te Klos­ter­an­la­ge wur­de instand gesetzt – gab ers­te span­nen­de Ein­bli­cke in das Klos­ter ges­tern und heu­te. Die Aus­stel­lungs­pla­ner wähl­ten dabei den Span­nungs­bo­gen zwi­schen klas­si­scher Objekt­prä­sen­ta­ti­on und einer neu ent­wi­ckel­ten inter­ak­ti­ven High­tech­prä­sen­ta­ti­on.

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So funk­tio­niert es: Ein High­light, höchst span­nend und her­aus­for­dernd, ist die „inter­ak­ti­ve Vitri­ne“ mit Blick­steue­rung. Das Pro­jekt „inter­ak­ti­ve Vitri­ne“ wur­de durch die Baye­ri­sche Spar­kas­sen­stif­tung und die ver­ei­nig­ten Spar­kas­sen Gun­zen­hau­sen ermög­licht und ist eine Gemein­schafts­pro­duk­ti­on von RTCul­tu­ral­Con­cepts und Design&Systeme. Die Vitri­ne erschließt in einer in der Muse­ums­welt kom­plett neu­en Art und Wei­se vier Epo­chen der Klos­ter­ge­schich­te. Die unter­schied­li­chen Aus­stel­lungs­ob­jek­te der Epo­chen kann der Besu­cher nur mit Bli­cken in den Vor­der­grund holen. Ver­harrt der Bli­ck auf einem inter­es­san­ten Aspekt, wer­den dem Besu­cher Text- und Bild­in­for­ma­tio­nen oder auch Fil­me zu die­sem Expo­nat auf dem durch­sich­ti­gen Dis­play in der Front­schei­be der Vitri­ne ein­ge­blen­det oder es wer­den kur­ze gespro­che­ne Tex­te abge­spielt. Ana­lo­ge Expo­na­te bekom­men so eine vir­tu­el­le Infor­ma­ti­ons­ebe­ne – eine kom­plett neue, inno­va­ti­ve Form der Infor­ma­ti­ons­ge­stal­tung.

Fazit: In den weni­gen Mona­ten des Betrie­bes ent­wi­ckel­te sich die High­tech-Vitri­ne zum Besu­cher­ma­gne­ten für Jung und Alt. Par­al­lel zum Betrieb wird auf­grund des inno­va­ti­ven Cha­rak­ters des Pro­jek­tes regel­mä­ßig Feed­back an die Ent­wick­ler gege­ben, Updates wer­den fort­lau­fend erfolg­reich ein­ge­spielt, zudem ist das Sys­tem offen für Ergän­zun­gen. Auch die Fach­welt wur­de bereits auf­merk­sam: 2016 wird sich eine inter­na­tio­na­le Kon­fe­renz von Museo­lo­gen mit der Neu­ent­wick­lung aus­führ­li­ch beschäf­ti­gen.

Projektdaten
Partner: Vereinigte Sparkassen Gunzenhausen, Zweckverband Kloster Heidenheim