© Holz von Hier gGmbH
Holzinfomeile „Holz von hier“
Mehr Aufmerksamkeit für das Holz der kurzen Wege trägt zum Schutz von Regenwäldern bei.

Hin­ter­grund: Die Abhol­zung der Pri­mär­wäl­der und der glo­ba­li­sier­te Waren­ver­kehr sind neben der Ener­gie­pro­duk­ti­on die Haupt­ur­sa­chen für den Kli­ma­wan­del. Immer mehr Holz wird auch nach Deutsch­land impor­tiert. Dies müss­te nicht sein, denn ein Drit­tel der Flä­che des Bun­des­staa­tes Bay­ern ist bewal­det. Zudem ist hier holz­ver­ar­bei­ten­de Indus­trie ansäs­sig.

Das Beson­de­re: Mit Hil­fe der Holz­in­fom­ei­le „Holz von hier“ lie­fert die gleich­na­mi­ge Orga­ni­sa­ti­on einen Bei­trag zur Umwelt­bil­dung. Sie infor­miert die Öffent­lich­keit über das so genann­te „Holz des kur­zen Weges“. Dar­un­ter ver­steht man regio­nal ange­bau­tes und ver­ar­bei­te­tes Holz. Holz­pro­duk­te sind nur dann berech­tigt, die­sen Namen zu tra­gen, wenn die zurück­ge­leg­ten Stre­cken bestimm­te Grenz­wer­te nicht über­schrei­ten. Abhän­gig vom End­pro­dukt lie­gen die Wer­te zwi­schen maxi­mal 50 km für Brenn­holz und 350 km für Ther­mo­holz. Um der­ar­ti­ge Pro­duk­te für den Käu­fer kennt­li­ch zu machen, wer­den sie mit einem Zer­ti­fi­kat ver­se­hen. So kann der Kon­su­ment durch eine bewuss­te Kauf­ent­schei­dung sei­nen Bei­trag zum Kli­ma­schutz leis­ten.

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So funk­tio­niert es: Im öffent­li­chen Raum (z.B. Rat­häu­ser, Muse­en) wer­den Holz­s­te­len mit inte­grier­tem Bild­schirm auf­ge­stellt. Sie wei­sen auf die Bedeu­tung von Holz für Kli­ma­schutz, Arten­viel­falt und Nach­hal­tig­keit hin. Über die Bild­schir­me lau­fen Prä­sen­ta­tio­nen und Fil­me, die die Besu­cher über die Pro­blem­si­tua­ti­on infor­mie­ren und ihnen Mög­lich­kei­ten auf­zei­gen, wie sie selbst einen Bei­trag zur För­de­rung von Kli­ma­schutz und Arten­viel­falt leis­ten kön­nen. Die Ste­len selbst sol­len gewis­ser­ma­ßen „Stol­per­stei­ne“ bzw. Anstö­ße dar­stel­len.

Die Baye­ri­sche Spar­kas­sen­stif­tung unter­stütz­te „Holz von hier“ bei deren Öffent­lich­keits­ar­beit. Zudem wur­de gleich­zei­tig eine beglei­ten­de Web 2.0-Kampagne initi­iert, um einen gesell­schaft­li­chen Dis­kurs anzu­sto­ßen.

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Fazit:  „Holz von Hier“-Produkte schüt­zen unser Kli­ma durch kur­ze Trans­por­te und Scho­nung von Pri­mär­wäl­dern als gro­ße CO-Sen­ke. Zudem stär­ken sie die Bio­di­ver­si­tät in tro­pi­schen Pri­mär­wäl­dern und in hei­mi­schen Wäl­dern. Durch den bewuss­ten Kauf von Pro­duk­ten mit dem Zer­ti­fi­kat „Holz des kur­zen Weges“ kann der Rodung des Regen­wal­des ent­ge­gen­ge­wirkt und ein hoher CO–Aus­stoß beim Trans­port von Holz nach Deutsch­land ver­mie­den wer­den. Das Pro­jekt strahlt mitt­ler­wei­le schon in die benach­bar­ten Bun­des­län­der Thü­rin­gen, Hes­sen und Baden-Würt­tem­berg aus. Es fin­den der­zeit Gesprä­che mit der Insel Main­au, mit zahl­rei­chen Natur­schutz­zen­tren, dem Land­kreis­tag und ande­ren Inter­es­sier­ten statt, um Orte und Insti­tu­tio­nen an die Holz­in­fom­ei­le anzu­bin­den.

Projektdaten
Partner: Holz von Hier gGmbH, Bayreuth, Deutscher Landkreistag, Metropolregionen Nürnberg und München, Deutscher Naturschutzring, Deutscher Landschaftspflegeverband