© Stadtmuseum Schwabach
Henselt-Studio
Das Stadtmuseum Schwabach begeistert mit moderner Technik junge Menschen für einen alten Künstler.

Hin­ter­grund: Frü­her wurde sein Name in einem Atem­zug mit Cho­pin genannt, Franz Liszt bezeich­nete ihn einst als „Fürs­ten der Töne“: Die Rede ist von Adolph von Hen­selt. Er war ein Kla­vier­vir­tuose und Kom­po­nist, der Ende des 19. Jahr­hun­derts wirkte. Den­noch sind heute seine Werke aus der Mode und in rela­tive Ver­ges­sen­heit gera­ten. Zeit, daran zu erin­nern – dies dachte man sich an sei­nem Geburts­ort Schwa­bach.

Das Henselt-Studio, © Stadtmuseum Schwabach

Das Hen­selt-Stu­dio, © Stadt­mu­seum Schwa­bach

Das Beson­dere: Hen­selt zu Ehren eröff­nete das Stadt­mu­seum Schwa­bach an des­sen zwei­hun­derts­tem Geburts­tag das welt­weit ein­zige Hen­selt-Museum. Der Bedeu­tung des Musi­kers ent­spre­chend setzte das Stadt­mu­seum eine hoch­wer­tige und moderne Gestal­tung um, die den „Staub“ der übli­chen Vitri­nen ver­mei­det, und ins­be­son­dere für ein jün­ge­res Publi­kum der Smart­phone- und Tablet-PC-Gene­ra­tion attrak­tiv ist.

So funk­tio­niert es: Die Gestal­tung sah eine inter­ak­tive Insze­nie­rung vor, die aber die Prä­sen­ta­tion von Ori­gi­na­len nicht ver­nach­läs­sigt. In einem Neben­raum mit Salonat­mo­sphäre wird Hen­selt-Musik audio­vi­su­ell ver­mit­telt. Dank der Baye­ri­schen Spar­kas­sen­stif­tung konnte im Hen­selt Stu­dio dar­über hin­aus ein inno­va­ti­ves inter­ak­ti­ves Infor­ma­ti­ons­sys­tem in Form von groß­flä­chi­gen, soge­nann­ten Touch­boards ange­schafft werden.Die bereits ver­stor­be­nen Hen­selt-Exper­ten Dr. Oskar Stoll­berg aus Schwa­bach sowie Richard Beat­tie Davis aus Sandhurst in Eng­land ver­mach­ten dem Museum ihre bedeu­ten­den Samm­lun­gen – umfang­reich genug, um sie im Museum adäquat prä­sen­tie­ren zu kön­nen.

Fazit: Mit­hilfe die­ser elek­tro­ni­schen Unter­stüt­zung ist ein spie­le­ri­scher und umfas­sen­der Zugriff auf eine enorme Fülle von Infor­ma­tio­nen über den welt­be­deu­ten­den Kom­po­nis­ten Adolph von Hen­selt und seine Geschichte mög­lich. Die moderne Art der Ver­mitt­lung regt ins­be­son­dere jün­gere Besu­cher zum Muse­ums­be­such an und lädt sie auf unter­halt­same Weise ein, sich mit dem für sie viel­leicht zunächst eher sprö­den Thema eines klas­si­schen Kom­po­nis­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen.

Projektdaten
Partner: Sparkasse Mittelfranken-Süd, Stadt Schwabach