© Stiftung Zuhören, Bettina Schönemann
Grenzgeschichten – Crossing Borders
Ein wunderbares Storytellingprojekt, das im positivsten Sinne viele Grenzen überschreitet und Menschen verbindet.

Hintergrund: Oftmals ist es der Umgang mit den Medien wie Smartphone, Kamera und Internet, der Jugendliche an politisch relevante Themen heranführt. Wie kann man dies nutzen, um auf moderne, innovative Art Geschichte und Geschichten aus deutschen Grenzregionen erfahrbar zu machen?

Das Besondere: Neue Wege der Kommunikation (twitter, facebook, Blogs) eröffnen für das crossmediale Geschichtenerzählen (Storytelling) vor allem für Jugendliche neue Aktionswege und Ausdruckskanäle. An entsprechenden Schauplätzen entlang der ehemaligen Grenze schaffen Jugendliche gemeinsam mit Journalisten, Künstlern, Filmemachern, Museumsexperten und Zeitzeugen selber mediale Inhalte über mobiles Internet anhand von Bildern, Videos, Texten und Audiomitschnitten. Ihr Thema: Geschichten, die aus Ländergrenzen heraus entstehen. Im Gespräch mit Zeitzeugen, bei der Recherche vor Ort oder im Museum wird das Thema dann für sie lebendig. Die Methode des Storytellings und des personalisierten Erzählens verlangt, dass die Jugendlichen über das Erfahrene nicht einfach referieren, sondern dass sie es sich zu eigen machen, ihre Sichtweise finden und diese ausdrücken.

So funktioniert es: Sie veröffentlichen ihre Texte, Fotos, Videos und Audios selbst auf  grenzgeschichten.net. Dabei nutzen sie die besondere Erzählstruktur des eigens dafür entwickelten Storytellingportals: Die Geschichten werden an ihren unterschiedlichen Schauplätzen erzählt und per Geokoordinaten auf der Landkarte verortet. Die Autoren und die Figuren, die in den Geschichten vorkommen, werden ebenfalls mit diesen Schauplätzen verbunden. So entsteht ein wachsendes Beziehungsgeflecht aus Menschen, Orten und Geschichten. Mit dem Smartphone oder Tablet sind die Inhalte unterwegs also direkt an ihren Schauplätzen, abrufbar. Sie können von jedem kommentiert und im Social Web geteilt werden.

Fazit: Das Portal grenzgeschichten.net erlaubt dabei eine vertraute, durch das Internet geprägte Erzählweise und das Teilen im Netzwerk. So wird historisches, politisches und kulturelles Wissen von der jungen Generation selbst weitergegeben. Die Bayerische Sparkassenstiftung führt das Projekt in Partnerschaft mit der Stiftung Zuhören und in Kooperation mit Sparkassen vor Ort sowie zahlreichen weiteren Partnern aus dem Bereich der Medienarbeit sowie der kulturellen und politischen Bildung durch. Es findet schwerpunktmäßig in Bayern statt, strahlt darüber hinaus aber auf andere Bundesländer ab. So fanden „Grenzgeschichten“-Workshops bereits auch in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt statt. Insgesamt sind bald 40 Partner an dem Projekt beteiligt.

Projektdaten
Partner: Sparkasse Passau, Sparkasse im Landkreis Cham, Sparkasse Oberpfalz Nord, Vereinigte Sparkassen Eschenbach i.d. OPf. Neustadt a.d. Waldnaab Vohenstrauß, Stiftung Zuhören