© Jürgen Schabel
Bamberger Vogelsaal
Viele bunte Vögel und eine App, die dem Besucher Wissenswertes ins Ohr zwitschert.
Im Naturalienkabinett sind unzählige präparierte Lebewesen zum Greifen nah. © Matthias Mäuser

Im Naturalienkabinett sind unzählige präparierte Lebewesen zum Greifen nah. © Matthias Mäuser

Hintergrund: Einer der schönsten historischen Ausstellungssäle für Naturkunde weltweit ist der Bamberger Vogelsaal. Besucher, die diese wunderbare Raumschöpfung das erste Mal betreten, sind immer wieder erstaunt über die Schönheit dieses zweigeschossigen Saales im frühklassizistischen Stil. Er wurde 1791 im Auftrag des Fürstbischofs Franz Ludwig von Erthal erbaut. Nach umfassender Restaurierung erstrahlt dieser Schatz der Museumswelt nun wieder in alter Pracht und Schönheit und begeistert Jung und Alt mit Naturexponaten, die typisch waren für ein Naturalienkabinett des 18. und 19. Jahrhunderts. Die besondere Herausforderung für die Ausstellungsmacher: In das historische Ambiente des Saales durfte nicht eingegriffen werden, neue Formen der Museumspädagogik waren erforderlich.

Das Besondere:  Die Lösung: Eine innovative Smartphone-App, welche den Besuchern auf abwechslungsreiche und interessante Weise die Ausstellung nahebringt. Besucher können aus unterschiedlichen Führungen auswählen.

So funktioniert es: Mit der App erleben alle Besucher eine moderne Entdeckungsreise durch ein einzigartiges natur- und kulturgeschichtliches Denkmal. Mittels Kennzeichnungen an den Vitrinen und Exponaten, die mit der App verknüpft sind, wird der Besucher durch das ausgewählte Thema geführt. Es gibt zudem zahlreiche thematische Führungen, wie zum Beispiel  „Präparierte Welt“ , „ausgewählte Sammlungen“, „Best-of-Tour“ oder die spannende „Rätselführung“, die insbesondere den jungen Besuchern Spaß macht.

Fazit: Neben dem Ziel, den Bamberger Vogelsaal museumsdidaktisch zu erschließen, wird mit dem Projekt ein Naturkundliches Netzwerk Bayern angestrebt, in das sich auf der technischen Basis des Bamberger App-Prototyps weitere verwandte Museen einklinken werden.

„Mit der zusätzlichen englischsprachigen Version der App wird sich in Zukunft die Besucherzahl des Naturkundemuseums auch deswegen erhöhen, weil Bamberg als UNESCO-Weltkulturerbestadt ohnehin ein hohes Tourismusaufkommen hat.“
Dr. Matthias Mäuser, Museumsleiter

Projektdaten
Partner: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen